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Mittwoch, 14. April 2010

Zwischenstop...

...ja eigentlich wollten wir ja zusammen in die Karibik, aber weil es auf Lanzarote auch immer sehr schön war, zeige ich als kleinen Zwischenstop ein paar Collagen von dieser schwarzen, faszinierenden Lavainsel...

Wir waren einige Male dort zum Langzeiturlaub für viele Wochen, um dem kalten Winter hier zu entfliehen...

Es ist die nordöstlichste der sieben großen Kanarischen Inseln, die im Atlantischen Ozean eine von Spaniens siebzehn autonomen Regionen bilden. Lanzarote liegt rund 140 Kilometer westlich der marokkanischen Küste und rund eintausend Kilometer vom spanischen Festland entfernt.

Lanzarote ist eine Insel vulkanischen Ursprungs. Vor rund 36 Millionen Jahren begannen wiederholte unterseeische Vulkanausbrüche den Sockel der Insel zu bilden. Diese Eruptionen entstanden durch Kontinentaldrift und Hotspot-Vulkanismus. Ausführlicheres dazu im Artikel Kanarische Inseln. Vor 15,5 Millionen Jahren wuchs Lanzarote über die Meeresoberfläche hinaus.
Durch die Nähe zu Afrika und dem europäischen Kontinent war Lanzarote wohl die erste Kanarische Insel, die besiedelt wurde. Es wird vermutet, dass die Phönizier bereits um 1100 v. Chr. die Insel besucht haben.

Der Künstler César Manrique trug entscheidend zur Gestaltung der Insel bei. Manrique hat es sogar erreicht, dass außer einem Hochhaus in der Hauptstadt Arrecife, welches bereits stand, bevor César mit seinem Schulfreund die entsprechenden Gesetze durchbrachte, kein Gebäude auf der Insel höher als drei Stockwerke (also eine ausgewachsene Palme) gebaut werden durfte, und somit die Insel nicht für den typischen Massentourismus geeignet war. Diese Entwicklung hat sich seit einigen Jahren zunehmend verändert, so dass in den Touristenhochburgen Costa Teguise, Puerto del Carmen und Playa Blanca in Richtung der Papagayo-Strände nun ebenfalls höher gebaut wird. Die Gestaltung der Häuser sah außerdem vor, sie generell weiß zu streichen, und in Fischerorten deren Fensterläden, Türen und Gartenzäune blau, und in landwirtschaftlichen Gegenden grün abzusetzen. Inzwischen sind grün und blau, aber auch braun oder naturholzfarben inselweit vermischt.

Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit ist dies hier...

Jameos del Agua gehört im Norden der Kanareninsel Lanzarote, auf dem Lavafeld des Volcan de la Corona zu einem einzigartigen, zusammenhängenden Höhlensystem vulkanischen Ursprungs, welches vom Volcan de la Corona über die Cueva de los Verdes bis hin zur Küste unter die Meeresoberfläche reicht. Das Wort Jameo stammt aus dem Wortschatz der Guanchen und bedeutet so viel wie Hohlraum oder Höhle.
Konzertsaal in die Grotte integriert.

Den Kern dieses Systems, der in der Gemeinde Haría liegt, bildet ein unterirdischer Lavatunnel, der durch die Verfestigung der Lavamassen entstanden ist, in einem Prozess, der etwa 3000 bis 4500 Jahre zurückliegt. An diesem Ort, der durch Naturgewalt entstanden ist, beschloss die Inselregierung von Lanzarote die Gestaltung eines seiner interessantesten Zentren der Kunst, Kultur und Tourismus, geleitet von dem Künstler und Naturschützer César Manrique. Diese Anlage wurde 1966 eröffnet.

So kann man noch viel über diese herrliche Insel berichten, aber selbst mal hinfliegen, dass müsst ihr machen, es lohnt immer...

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Ich bedanke mich für das Interesse und den Kommentar, schön, dass auch andere Freude am Reisen haben...