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Mittwoch, 29. Februar 2012

es geht zurück nach Luxor...


 ...den Wendepunkt der Reise am Assuan-Staudamm haben wir gesehen und es geht wieder zum Ausgangspunkt zurück...

heute zur Insel Elephantine und zu den nubischen Dörfern...

doch zuerst einmal noch eine Gesamtansicht unseres Schiffes...


Die Wurzeln des nubischen Volkes reichen sehr weit zurück, so entwickelten sich bereits im 4. Jahrtsd. vor Christus bedeutende lokale nubische Kulturen. Räumlich erstreckt sich das Gebiet der Nubier zwischen dem 1. Nilkatarakt (Assuan) und dem 5. Nilkatarakt (Sudan). Der Name Nubien rührt vermutlich vom ägyptischen Wort für „Gold“ her, da Nubien eine Region mit reichen Gold- und Kupfervorkommen war. Durch Nubien führte die Haupthandelsstrasse zwischen dem äquatorialen Afrika und dem Mittelmeerraum. Im 7. und 8. Jh. v. Chr. regierten nubische Könige sogar ganz Ägypten. „Nubien war und ist die Tochter Ägyptens“

Hier Felsformationen, an denen man mit dem Schiff sehr nahe vorbei kommt...

Die pittoreske Felseninsel Elephantine (auf Arabisch heute „Geziret Aswan“ genannt) gegenüber der City von Assuan ist ein archäologisches Kleinod Südägyptens. Nirgendwo sonst in Ägypten konnten sowohl die mehrtausendjährige Siedlungsgeschichte einer antiken Stadt als auch die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte von Heiligtümern und Tempeln aus der Zeit der Pharaonen besser dokumentiert werden als auf dieser Nilinsel.


Beinahe 100 000 Nubier wurden in kleine, extra für sie errichtete Dörfer zwischen Assuan und Kom Ombo umgesiedelt. Die Häuser hier unterscheiden sich von anderen ägyptischen Häusern, aufgrund ihrer sehr farbigen Dekoration; oftmals sind die Häuser im Inneren genauso kräftig mit Darstellungen von Booten, Symbolen und Fahnen bemalt wie außen. Auf diese Weise halten sie ihre Traditionen und ihre Kultur lebendig.



Normalerweise liegen die meisten Städte im fruchtbaren Schwemmland der Flussebene. Viele alte Siedlungshügel wurden dementsprechend oft von der jährlichen Nilschwemme, Flussbettverlagerungen oder landwirtschaftlichen Flurbereinigungen zerstört. Manche antike Siedlungen wurden von der ländlichen Bevölkerung komplett abgetragen, weil die Nilschlammziegel der alten Häuser zu Düngemittel verarbeitet werden konnten. Andere antike Städte können archäologisch nicht vollständig erforscht, geschweige ausgegraben werden, weil sie schlichtweg unterhalb der Bebauung moderner Städte liegen. Nicht so auf Elephantine.


Nach dem Ebenbild der nubischen Prinzen hat Aga Khan III für sein Begräbnis die Felsen von Assuan ausgesucht. Damals wurde er als der reichste Mann der Welt angesehen. Er kam nach Assuan um seinen Rheumatismus zu pflegen und ließ sich dabei bis zur Taille im heißen Sand eingraben. Er starb 1957 und war der achtundvierzigste Imam der Ismaeliten, einer muslimischen Gruppierung. Von seinem Mausoleum aus, das nun für die Öffentlichkeit geschlossen ist, kann man die wunderschöne Aussicht auf den Nil und die Stadt genießen. Der zu seinen Füßen gebaute Frauenpalast hat Fenster, die nur in Richtung des Mausoleums geöffnet sind, damit die Frauen bei dessen Anblick jeden Tag an ihn denken.



ein Hotel auf der Insel...

Sir Sultan Mohammed Schah (1877 bis 1957) alias Aga Khan III. war ein religiöser Führer der Ismaeliten-Sekte der Hodschas. Er war in Erbfolge seines Vaters deren 48. Imam. Die Ismaeliten sind eine islamisch-schiitische Glaubensgemeinschaft mit mehreren Millionen Anhängern im Nahen und Mittleren Osten und Indien. Der Titel bzw. Ehrenname „Aga Khan“ war Anfang des 19. Jahrhunderts vom persischen Schah dem damaligen Oberhaupt der Ismaeliten, Hassan Ali Schah, verliehen worden. Seitdem wurde der Ehrenname weitervererbt.
 Als Sohn Aga Khans II. und einer persischen Adeligen in Karatschi geboren, war Aga Khan III. früh auf religiöse und politische Funktionen vorbereitet worden.  Er war mehrfach verheiratet und hatte weltweit Domizile, lebte jedoch hauptsächlich in Großbritannien und Indien, wo er auch einen eigenen Palast hatte.

In den Wintermonaten lebte er in Assuan. Sein Anwesen, die Villa Nur es-Salam, liegt noch heute am westlichen Nilufer gegenüber der Insel Elephantine. Seine Witwe, ließ für ihn ein prunkvolles Mausoleum oberhalb der Villa auf einem Hügel errichten. Von dort hat man einen  schönen Ausblick auf die Flusslandschaft von Assuan. Jahrelang war das Mausoleum ein beliebtes Touristenziel, ist aber heute für die Öffentlichkeit geschlossen.


einfach ein Blick über den Nil...

...dann ist man wieder auf dem Schiff und läßt die Landschaft, den Nil mit allen Erinnerungen nochmals gedanklich vorbei ziehen...

bald sind wir an der Schleusse ESNA...bis dahin, immer neugierig wieder herkommen...danke...

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Ich bedanke mich für das Interesse und den Kommentar, schön, dass auch andere Freude am Reisen haben...