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reisetext

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Donnerstag, 16. September 2010

es geht weiter, kommt mit...

Sea Palace und Tai Pak....


heißen die drei gewaltigen schwimmenden Restaurants im Hafen von Aberdeen.





Sie sind derart mit Zierrat überladen, bombastisch und kitschig, da sie schon wieder schön sind und unbedingt besichtigt werden sollten  auch wenn man dort nicht essen will.
Es besteht ein kostenloser Zubringerdienst per Boot von zwei Jumbo-Bootsstegen in Aberdeen...also hin, eine andere Alternative gabs gar nicht...

Peak Tower...einst die Mountain Lodge des Gouverneurs jetzt Bergstation für die Peak-Trambahn, die 1988 hundert Jahre alt wurde und trotz der beängstigenden Steigung unfallfrei ist.

Peak Tram


Hongkongs Seilbahn gondelt schon seit hundert Jahren auf den »Peak«.
Dabei wird ein Höhenunterschied von 397 Metern in acht Minuten überwunden.
Zwischen 7 und 24 Uhr verkehrt die Peak Tram in zehnminütigem Rhythmus
zwischen dem Lower Terminal in der Garden Road und der Bergstation.

Im Peak Tower gibt es ein Restaurant mit grandiosem Panoramablick,....wenigstens bei gutem Wetter.

Auch nachts lohnt sich die Auffahrt. Ein Zubringerbus fährt vom Star Ferry Pier zur Talstation...das machten wir nicht, denn die Tage waren sowas von anstrengend, dass ich oft morgens auf der Bettkante saß und einfach alle weiteren Besichtigungen verweigern wollte...alles schmerzte, aber wenn man nun schon einmal dort ist, da muß man da durch, also weiter...

Spaziergänge sind nur zwischen Ende September und April zu empfehlen. ( wir waren im April dort, also schon recht warm )

Bei Sommertemperaturen von 30 bis 35 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 80 bis 90 Prozent ist jede Betätigung im Freien eine Qual.
Überdies ist Hongkong Central eng an einen Berg gedrückt, viele Straßen führen steil nach oben.
In den schönen Monaten des Herbstes, wenn die Hitze weicht und der Dunst,
der auf der Stadt im Sommer liegt, sich auflöst und die Konturen kontrastreicher werden,
kann ein Spaziergang allerdings ein Vergnügen sein.

Der Himmel ist von Oktober bis Dezember  den schönsten Reisemonaten für diese Stadt meist stahlblau und klar.
Die Temperaturen liegen dann bei 20 bis 25 Grad.

Es war schon aufregend, diese Stadt mit all ihren ausgefallenen Erscheinungen  zu sehen.
       
dann kam der Tagesausflug nach Macau......

.
Mit einem Jetfoil ging es am frühen Morgen los...HOOVERKRAFT...so hieß es und es fauchte ab, oberhalb der Wasseroberfläche flog es dahin in einem Riesentempo...drinnen lief ein Film...ich konnte mich nicht sattsehen und doch sahen wir nur Wasser, dann eine Riesenbrücke, dann waren wir in Macao...


Die Hotel-Kasinos »Oriental« und »Lisboa« sind das erste, was Besucher aus Hongkong bei der Ankunft mit dem Jetfoil, einem superschnellen Wasserfahrzeug, in der portugiesischen Enklave Macau sehen.

Die meisten sehen nicht viel mehr. Denn wenn die Chinesen aus Hongkong die einstündige Reise nach Macau mit dem düsengetriebenen Jetfoil antreten, haben sie meist nur eines im Sinn:....Glücksspiel......


Das winzige Territorium auf dem chinesischen Festland mit seinen beiden vorgelagerten Inseln lebt von den Kasinos und lebt gut davon. Roulette und Black Jack, Poker,  Domino und Bakkarat und Würfelspiele, Hunderennen und »einarmige Banditen« schaffen zwanzig Prozent des Bruttosozialproduktes Macaus, die Hälfte der Staatseinnahmen und beschäftigen zehn Prozent der Bevölkerung.

Ab 1989 werden zudem Galopprennen eine weitere Einnahmequelle sprudeln lassen. Wer sich beim Spielen langweilt, kann hier bei grünem Wein vorzüglich portugiesisch speisen oder sich an nackten Schönheiten aus Europa in der Crazy Horse Show des »Lisboa Casinos« ergötzen - Shows und Spiele, die im puritanischen Hong kong verboten sind...wir bummelten in keine Casinos, wir bummelten einfach so dahin...setzen uns in ein Cafe...sahen uns einen Friedhof an...der Markt war sehenswert...



Das winzige Macau ist die erste Kolonie gewesen, die Europa sich im Fernen Osten aneignete-rund 280 Jahre nach der Reise des venezianischen Kaufmanns Marco Polo, der sich im Jahre 1271 über Vorder- und Hinterasien auf den Landweg nach China gemacht hatte und für die spätere Kolonisierung wichtige Informationen mitbrachte.

Jahrhundertelang und bis jetzt ist Macau ein wichtiger Horchposten Europas für die Ereignisse im lange abgeschlossenen Reich der Mitte gewesen.

Für die katholische Kirche war Macau Ausgangspunkt der Missionsarbeit in China: ein winziger »abendländischer« Flecken in einer Gegend, in der Islam, Buddhismus und chinesische Philosophien dominieren. Die Dekolonisierung der afrikanischen Besitzungen Lissabons als Folge der portugiesischen Revolution von 1974 hatte den Landzipfel zum letzten Außenposten des einst riesigen lusitanischen Weltreiches gemacht, das die mächtige Nation Portugal aufgebaut hatte.


Für das in sich gekehrte China war Macau auch immer Schaufenster zum Abendland gewesen, nicht nur bedeutender Umschlagplatz für Waren. Den Portugiesen kann man dabei bescheinigen, in Afrika wie in Asien eine Kolonialisierung betrieben zu haben, die weniger als etwa die französische, deutsche und englische der einheimischen Bevölkerung den eigenen Lebensstil aufzwang.

Kritiker meinen hingegen, die Portugiesen hätten den Dingen einfach ihren Lauf gelassen und über Jahrhunderte nichts in den Kolonien verbessert.
Lusitanische Lebensart herrscht in dieser Stadt noch heute.

Das Tempo ist langsamer als in Hongkong.

Das merkt der Besucher schon, wenn er nach der Überfahrt den Zoll passiert. In Hongkong ist alles Alte ungeduldig abgerissen worden. Im viel älteren Macau stehen die alten Villen, Tempel und Kirchen noch,
und hier wird ein Spaziergang über die protestantischen und katholischen Friedhöfe zu einem Gang in eine längst vergangene Epoche...

so fanden wir dann auch wieder eine neue Richtung und da fuhren wir auf die

Insel Lantau

dort steht der größte Buddha der Welt... er trohnt da oben, es gehen viele Stufen nach oben.Marco war oben, ich nicht. Ich sah ihn mir von unten an.....erst fuhren wir mit dem Boot, dann mit dem Bus und dann sahen wir alles.

dann mit dem Bus und dann sahen wir alles.

Hong Kong war eines meiner größten Erlebnisse.
Das gibts nicht oft....


so, wieder ein Stück dieser Erde zusammen mit euch bereist...ich hoffe die Faszination dieser Gegend mit all seinen Bauten und Eigenheiten habe ich euch etwas näher bringen können...ich denke mal, es geht bald weiter...mal sehen, was ich dann an Erinnerungen ausgrabe...:-)

und so ging es wieder heim...man denkt, man schleift über die Dächer...


Kommentare:

  1. Wieder was gelernt! Danke für den tollen Bericht! Und, das Wetter was du beschriebst, erinnert mich ziemlich sehr an den Sommer diesen Jahres in Deutschland, der war auch heftig, hohe Luftfeuchte und Temperaturen... Und das für immer? Puh, aber die Menschen da scheinen das gewohnt zu sein. Viel Spaß noch auf deinen Reisen!

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  2. hallo Klaus, danke für dein Interesse und dein Kommentieren...aber wir waren damals dort im Oktober, da war es auszuhalten...bis bald wieder vielleicht...lG Geli

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Ich bedanke mich für das Interesse und den Kommentar, schön, dass auch andere Freude am Reisen haben...