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reisetext

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Montag, 20. Februar 2012

Auf gehts...

und wieder zuerst ein Herzliches Willkommen an HELENE, auch eine mit Reiselust...

...wir sind nun am Wendepunkt der Reise angekommen, noch dieser Halt am Philae-Tempel und dann zum Assuan-Staudamm, dann gehts wieder zurück...

erst mal der Tempel...

mir gefiel er ja am Besten, er war klein, aber fein, alles so verschnörkelt, eben nach meinem Geschmack, die wußten das damals schon :-)))











Zwei lange Säulengänge flankieren den Aufgang zum Haupttempel aus ptolemäischer Zeit. Der östliche Kolonnadengang blieb unvollendet, während der westliche mit seinen 31 (ursprünglich 32) Säulen gesäumt ist.

Am ersten Pylon bringt der König vor Isis, ihrem falkenköpfigen Sohn Horus, ihrer Schwester Nephthys und der Göttin Hathor Opfer dar und wirft die Feinde des Landes nieder.

Durch den 1. Pylon führen zwei Eingänge in den ersten Hof: Das Haupttor in der Mitte und ein im westlichen Torturm angebrachter Durchgang, der direkt auf das Mamisi (Geburtshaus) zuführt. Die Reliefs im Inneren schildern die Geburt des Horus und seine Kindheit in den Deltasümpfen.

Die Säulen des östlichen Innenhof tragen an den oberen Enden das Gesicht der Göttin Hathor (nur diese Göttin wurde von vorne abgebildet, die Gesichter aller anderen Götter sind immer von der Seite dargestellt).

Hinter dem 2. Pylon öffnet sich ein ursprünglich durch Säulenschranken. Zehn riesige, wunderschön bemalte Säulen standen hier. Sie symbolisierten die ersten Pflanzen, Bäume und Blumen. Lange hatten die Christen warten müssen, bevor sie Philae übernehmen konnten. Nicht einmal das Edikt des Kaisers Theodosius, mit dem das Christentum zur Staatsreligion erklärt worden war (380), konnte die hartnäckigen Isisverehrer von der Insel vertreiben. Erst Mitte des 6.Jhs. verließen sie ihr Heiligtum, das in ein christliches Gotteshaus umfunktioniert wurde. Der rückwärtiger Bereich des Säulenraumes wurde um 553 dem Heiligen Stephan als Kirche geweiht – und aus diesem Anlass eine große Zahl der Reliefs im Tempel zerstört. Das Sanktuarium zeigt wie verschiedene Herrscher vor Isis und Osiris Opfergaben darbringen.

Vom Säulenhof aus führt eine Seitenpforte zum Hadrianstor, das den Blick auf das benachbarte Osirisheiligtum freigibt. An den Wänden künden Darstellungen des Jenseitsherrschers Osiris, aus dessen Mumie Getreidehalme sprießen, von der Hoffnung auf neues Leben nach dem Tod.

Der kleine Tempel der Hathor, östlich des großen Tempels der Isis wurde von Ptolemaios VI. begonnen und unter dem römischen Herrschern Augustus und Tiberius vollendet. Die Reliefs des Tempelwände zeigen spielende Musikanten die Götter unterhaltend, während Hathor zu der Musik tanzt.

Etwas weiter südlich steht der Kiosk des Kaiser Augustus mit vierzehn Säulen einem Pronaos und einer Terrasse an der Rückseite des Tempels. Er wird häufig fälschlicherweise als Trajanskiosk bezeichnet.

dann ging es wieder aufs Schiff und zum Assuan Staudamm.



Etwa sechs Kilometer südlich von Assuan befindet sich der alte Damm. Er wurde zwischen 1892 und 1902 von dem britischen Ingenieur Sir William Willcocks erbaut, um die Wassermassen des Nils vor allem beim jährlichen Hochwasser regulieren zu können. Der Damm besteht aus Granitblöcken, ist an der Sohle 35 m und an der Krone 12 m breit und ist etwa 2100 m lang. In den Jahren 1907-1912 und 1929-1933 wurde er bis auf 54 m erhöht. Durch 180 Schleusentore konnte der Wasserstand reguliert werden und auch der für die ägyptische Landwirtschaft wichtige, sehr fruchtbare Nilschlamm konnte den Staudamm passieren.







dann ging es zu einem Steinbruch.

Der unvollendete Obelisk gilt als Attraktion in den Steinbrüchen bei Assuan, welche sich auf einer Länge von sechs Kilometern entlang des Nilufers erstrecken. Die Steinbrüche lieferten viele Jahrhunderte lang den begehrten Rosengranit für die prächtigsten Tempel und Pyramiden der antiken Welt. Der unvollendet gebliebene Obelisk bei Assuan verfügt über gigantische Ausmaße. In der Basis 4,2 Meter im Quadrat erreicht er eine Länge von 41,8 Metern. Hätte man den 1.168 Tonnen schweren Kollos jemals fertig gestellt, wäre es mit Abstand der größte aller antiken Obelisken.
Die Entstehung der Steinmetzarbeit liegt in der Geschichte verborgen. Man vermutet, dass in der 18. Dynastie um 1460 v. Chr. unter Königin Hatschepsut mit den Arbeiten begonnen wurde. Mutmaßungen zu Folge sollte der Obelisk für den Karnak-Tempel, die größte ägyptische Tempelanlage, Verwendung finden. Noch heute ist der Obelisk mit dem Felsen verbunden, aus dem er geschlagen wurde. Vermutlich führten die im Granit erkennbaren Risse zum Einstellen der Arbeiten, denn Obelisken mussten im alten Ägypten immer aus einem Stück gefertigt werden. Bei genauerer Betrachtung lassen sich verschiedene Versuche ausmachen, bei denen es misslang, den Granitblock in der Folgezeit zu zerteilen.

 
Um den Obelisken verläuft ein 76 Zentimeter breiter Graben. Man vermutet, dass hier mehr als 100 Menschen gleichzeitig den Obelisk mit Granitkugeln aus dem Fels schlugen. Das Gelände um den Obelisken wurde zu einer Art Freilichtmuseum und Besucher können sich einen Überblick über die Steinmetzkunst der Antike verschaffen. Häufig ist die Anlage Bestandteil des angebotenen Besichtigungsprogramms im Rahmen von Nilkreuzfahrten.
Der unvollendete Granitblock ist die Attraktion der Steinbrüche am Ostufer des Nils, welche man per PKW oder Taxi erreichen kann. Beschwerlicher gestaltet sich die Besichtigung der Steinbrüche am Westufer. Der Steinbruch Gebel Sima`an lässt sich nur zu Fuß erreichen. Häufig werden auch Kameltouren angeboten. Der Besuch des Steinbruchs vermittelt Touristen einen Eindruck von der beschwerlichen und mühseligen Arbeitsweise im alten Ägypten. Neben dem berühmten Obelisken finden sich auch andere unvollendet gebliebene Arbeiten wie Sarkophage oder überdimensionale Götterstatuen. Wer die Steinbrüche bei Assuan besucht sollte auf Sonnenschutz achten und festes Schuhwerk tragen, da die Wege auf dem Gelände sich durch Staub und Sand zu abschüssigen Pisten verwandeln können.


bald lesen wir uns wieder...

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Ich bedanke mich für das Interesse und den Kommentar, schön, dass auch andere Freude am Reisen haben...